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Auswirkung Persönliches Budget

In europäischen Nachbarländern, wie z.B. in den Niederlanden oder Schweden, sind Persönliche Budgets schon wesentlich weiter verbreitet als bei uns. Dies bewirkt einen radikalen Wandel der stationären Strukturen zu ambulanten Assistenzangeboten.
In Deutschland, wo derzeit nach wie vor rund 93 % der Sozialausgaben für Menschen mit Behinderung in (teil-)stationäre Hilfen fließen, wurden Persönliche Budgets bis zum Inkrafttreten des Rechtsanspruchs am 1. Januar 2008 modellhaft erprobt.
Die Zahl der Budgetnehmer ist auch nach Abschluss der Modellphase bundesweit insgesamt noch gering, sodass wir uns nach wie vor in einer Pionierphase befinden. Jedoch zeichnen sich bereits jetzt wichtige Erkenntnisse ab. So werden mit Persönlichen Budgets auch hierzulande in erster Linie Unterstützungsangebote nachgefragt für ein Leben "so normal wie möglich" außerhalb spezialisierter Institutionen. Und bei der überwiegenden Zahl der Budgetnehmer im In- und Ausland ist ein Zugewinn an Lebensqualität und eine hohe Zufriedenheit festzustellen Die benötigte Unterstützung kann oft schneller, passgenauer und kostengünstiger als mit einer Sachleistung organisiert werden.

Diese vielfältig positiven Erfahrungen ermutigen zur Inanspruchnahme Persönlicher Budgets als Alternative zur Sachleistung. Nun stellt sich natürlich die Frage: Wie bekommt man ein Persönliches Budget und welche Leistungen können damit bezahlt werden?